1961 - 2011

Die 50-Jahr Feier am 18.06.2011
Bildergalerie 1996 - 2011 - Chronik als PDF-Datei mit Bildern
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50 Jahre Schwedter Bogensporthistorie
– ein kurzer Abriss von
Uwe Neugebauer-Wallura (UNW) Ein kleiner
Blick zu den Wurzeln des Bogenschießens Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten
bekannten Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und
Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus
Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von
Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert. Bei den
ersten Olympischen Spielen 776 v.Chr. mussten noch angebundene Schweine
als Zielscheibe herhalten. Besonders in England wurden Pfeil und Bogen im
16. Jahrhundert im Kampf benutzt. Schoss man anfänglich im Training tatsächlich
noch auf Kürbisse und Melonen, so entwickelten sich seit dem Mittelalter
die heute noch gebräuchlichen Strohscheiben, wenngleich sich die Qualität
der heutigen Scheiben erheblich verbessert hat. Die spezielle Faszination
des Bogenschießens blieb bis heute ungebrochen. Trotz der hochmodernen
und technologisch so interessanten Bögen, kommt
es beim Bogenschießen neben dem Training in erster Linie auf das
koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit
und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an. Von der Anfänger-
bis zur Profiausrüstung liegen heute nicht nur Welten an
verschiedenartigstem Equipment, sondern auch tausende von Euros. Wie kam man auf
die Idee, in Schwedt Bogen zuschießen? Begonnen hat das Bogenschießen in
der aufstrebenden jungen Chemiearbeiterstadt Schwedt an der Oder am 1.Juni
des Jahres 1961, also vor genau vor einem halben Jahrhundert. Bei der
Betriebssportgemeinschaft „Bau der Jugend“ wurde von Holger Weißkopf
die erste Abteilung Bogensport gegründet, nur zwei Jahre nach der überhaupt
ersten Gründung einer Bogensportsektion in der DDR. Bogenschießen war in
der DDR bis zu ihrem Ende 1990 eine nicht förderfähige Sportart, obwohl
olympisch seit 1972, des Deutschen Turn-und Sportbundes (DTSB) und damit
stets mit großen materiellen, oft auch finanziellen Problemen behaftet.
Auch die Pioniere des Bogensportes in Schwedt mussten sich allzu oft mit
diesen Problemen rumschlagen, an Enthusiasmus fehlte es aber zu keiner
Zeit, Bogensport ist in Schwedt eine der Sportarten geworden die die Stadt
an der Oder weit über Landesgrenzen bekannt machte. In den Jahren von
1961 bis 1967 fanden die Bogenschützen auf dem damaligen KK-Schützenstand
zwischen dem Pionierhaus „Ernst Schneller“ und dem Sportplatz
„Albert- Bartels- Str.“ ihr erstes Trainingsdomizil, seit 1964
trainierten die „Robin Hoods“ der Oder nun unter den Namen „BSG Erdöl
Schwedt/Oder. Die
ersten Erfolge stellen sich ein Bereits 1966 stellten sich erste
Erfolge bei DDR-Meisterschaften mit der Silbermedaille in der Mannschaft
ein, eine bis heute eindrucksvolle, anhaltende Serie von Medaillengewinnen
bei Meisterschaften der DDR und seit 1991 bei Deutschen Meisterschaften
des Deutschen Bogensport Verbandes (DBSV) und des Deutschen Schützenbundes
(DSB) wurde begründet. Lückenlos
belegt sind die Medaillengewinne bei Deutschen Meisterschaften seit 1991,
insgesamt 213mal wurden bis einschließlich der Hallen-DM im März 2011
insgesamt 29 Schwedter Bogenschützen Edelmetall umgehängt, 98 in Gold,
53 als Silber und 62mal in Bronze. Mit 39mal Edelmetall, davon 27 in Gold,
7 Silber und 5 Bronzemedaillen ist Anne Pavel bis heute unangefochten
Schwedts erfolgreichste Bogenschützin. 1967 – der
eigene Bogensportplatz wird Realität Ein großer Schritt in Richtung
Selbständigkeit gelang den Schwedter Schützen im Jahr 1967, der noch
heute genutzte Bogensportplatz im damaligen Wohnlager II wurde in Beschlag
genommen, hinzu kamen eigene Trainingsräume in einer alten Baracke, der
Grundstein für ein ganzjähriges Training wurde gelegt. Mit selbst
gebauten Bögen machten die Schwedter bei der Bezirksspartakiade (der
vorgeschalteten Meisterschaft vor der DDR-Meisterschaft)
1967 aufmerksam, unter ihnen der 16-jährige Andreas Gdanitz der
Gold in der Einzel-und Teamwertung holt. In seiner bis heute andauernden
Karriere, heute als 58-jähriger in der Ü55-Recurve aktiv, ist Andreas
bei allen Meisterschaften auf nationaler Ebene erfolgreich gewesen, in der
Halle, auf dem FITA-Feld , im Feldbogensport und sogar im Bogenlaufen
stand er auf dem Treppchen der Deutschen Meisterschaften - insgesamt
wurden es in mehr als vierzig Jahren aktivem Bogenschießens sieben Gold,
eine Silber und sieben Bronzemedaillen. Holger
Weißkopf verstirbt 1972 – Frauenpower kommt ins Rollen Ein Jahr später 1968 wurde sein
Mentor und erster Trainer Holger Weißkopf Sechster bei der
DDR-Meisterschaft, vier Jahre später 1972 verstarb der Begründer des
Schwedter Bogensportes leider zu früh. In seine Fußstapfen als
Abteilungsleiter traten in den Folgejahren Ralf Bachmann, Andreas Gdanitz,
Frank Schröder und Rolf Neumann, der noch heute die Geschicke des
Schwedter Bogensportes in seinen Händen hält. Noch im selben Jahr wurde
die Sektion, die ihr zehnjähriges Jubiläum feierte, durch die ersten Mädchenteams
ergänzt. Das Zeitalter der weiblichen Bogenschützinnen war angebrochen
und sollte dem Schwedter Bogensport später sogar die ganz großen Erfolge
bringen. Monika Lenz, Erika Rakel, Sylvia Paeschke, Claudia Penk, Irina
Koragodin, Maria Weinert, Elisabeth Rönnpagel, Katrin Liedtke, Monika
Simsch, Nadine Paeschke, Katrin Wallura und Christine Heidenescher standen
allesamt mindestens einmal auf dem Podest einer Deutschen Meisterschaft.
Anne Pavel gelang es sogar international für Furore zu sorgen, mehrfache
Vizewelt-und Europameisterin wurde sie in ihrer Jugendzeit und klopfte gar
an die Pforte der Nationalmannschaft der Damen. Der ganz große, still
gehegte Traum von Olympia ging zwar nicht in Erfüllung, aber 2001 schoss
Anne beim Juniorcup im Nymburg einen Jugendweltrekord. Mit Erika Rakel
holt eine weitere Schwedter Schützin international mehrfach Edelmetall
bei Polizeisport-Weltmeisterschaften. Erfolge bei DDR
– Meisterschaften 1977 wurde die BSG Erdöl in „BSG
Chemie PCK Schwedt“ umbenannt, mit der Umbenennung traten weitere
Erfolge ein. So holte Hartmut Eiche 1977 den 2. Platz bei den DDR
Meisterschaften der Junioren, 1978
zählte die BSG Chemie schon
20 Medaillen bei DDR- Meisterschaften. Die größte Medaillensammlerin bei
DDR-Meisterschaften wurde Monika Lenz, mit 4 Gold, 11 Silber und 5 Bronze,
avancierte damit zur erfolgreichsten Schützin der BSG Chemie. 1980 fanden
dann erstmals DDR-Meisterschaften auf dem Schwedter Bogensportplatz statt,
Gold für Monika Lenz in der AK 16/17 und Silber für Steffen Begert
ebenfalls in der AK 16/17 hatten eine Berufung in den Jugendnationalkader
zur Folge. Das
Ende der DDR– ein neuer Vereinsname – Erfolge nun auch gesamtdeutsch 1989 sollte ein weiteres großes Jahr
der BSG Chemie werden, an den politischen Umbruch der auch den Sport
durcheinander wirbelte war noch nicht zu denken. Marco Schulz, ein neues
aufstrebendes Talent, wird bei der DDR-Meisterschaft in der AK10/11
Dritter, Gold holte Monika Lenz bei den Damen, Platz 3 für Katrin
Liedtke in der AK 16/17, das Team der Damen mit Lenz, Penk, Liedtke
,Weippert wird Dritter. 1990
: 29 Jahre Bogensport Schwedt in der DDR – Jahr 01 in der BRD Die politische Wiedervereinigung im
Jahre 1990 führte auch im Bogensport zu zahlreichen Veränderungen, bis
heute vor allem daran zu erkennen, dass die Schwedter Bogenschützen
seither unter dem Namen „SSV PCK 90 Schwedt e.V.“ bei Wettkämpfen an
den Start gehen. Die sportpolitische Vertretung der deutschen Bogenschützen
auf internationalem Terrain wird vom Deutschen Schützenbund e.V.
wahrgenommen, der Deutsche Bogenschützenverband der DDR wurde in
Deutscher Bogensport Verband 1959 e.V. umbenannt und ist heute in nahezu
allen Bundesländern präsent. In beiden Dachverbänden des deutschen
Bogensportes ist die SSV PCK 90 Schwedt mit ihren Bogensportlern bis heute
Mitglied und sorgte mit seinen Schützen in den vergangenen zwanzig Jahren
für Aufsehen. 1991 wurden die
ersten Gesamtdeutschen Meisterschaften in Bonn durchgeführt, Monika Lenz
belegte bei den Damen auf Anhieb den 2. Platz und mit dem Team (Monika
Lenz, Katrin Liedtke, Claudia Penk) holte Schwedt zudem die erste DEUTSCHE
MEISTERSCHAFT im DBSV 1959 e.V. in die Uckermark. Schwedt sorgt für
Furore in der Bundesliga Bereits drei Jahre später 1994 nahm
unsere Abteilung zum ersten Mal an der neu eingeführten Bundesliga teil
und belegten mit der Mannschaft auf Anhieb den 4. Platz. In der
Einzelwertung schaffte es Andreas Gdanitz sogar auf den sensationellen 3.
Platz mit 41 Punkten. Schon ein Jahr später holte unsere Mannschaft mit
Steffen Begert, Marco Schulz, Andreas
Gdanitz, Frank Schröder, Christian Wolf und Monika Lenz bei der
Bundesliga Silber, Anne Pavel startete das erste Mal bei Deutschen
Meisterschaften und belegte einen guten 6. Platz, es sollte eine
unglaubliche Erfolgsstory mit insgesamt 27 Deutschen Meistertiteln bis
2007 werden. Im Jahr 1995 erfuhr der Schwedter Bogensport eine weitere Zäsur.
Durch die seitdem bis heute ununterbrochene Berichterstattung des neuen
Vereinsmitgliedes Uwe Neugebauer-Wallura über die regionalen, nationalen
und überregionalen Bogensportereignisse, erfuhr der Schwedter Bogensport
bis heute eine öffentliche Wahrnehmung die den Bogensport aus dem
Schattendasein ins Rampenlicht der Schwedter Sportpresse rücken lies.
Katrin und Uwe Neugebauer-Wallura zogen aber schon 1996 ins 20km entfernte
Schönow, gaben dort aber ihr in Schwedt erlerntes Bogenhandwerk weiter
und sind seitdem verlässliche Partner des Schwedter Bogensportes. 1996
feierte Schwedt 35 Jahre Bogensport, 50 Sportler und Sportlerinnen folgten
der Einladung, schwelgten in Erinnerungen und schmiedeten große Pläne. 1996
– Schwedts Bogenschützen schießen sich in „Guinness Rekordbuch“ Zu einem großen Erfolg wurde die im
Rahmen des Flensburger Stadtfestes "Tummelum" ausgetragene Spaß-Olympiade
im Sommer 1996 in Flensburg, die gleichzeitig als "2. Rekordfestival
des Weltrekordklubs-Klubs SAXONIA" galt. In der Kategorie
„Wilhelm-Tell-Schüsse“ gelang es fünf Schwedter Bogenschützen der
Bundesligamannschaft in 30 Minuten 134 Äpfel auf eine 30m entfernte
Scheibe zu treffen, das stimmungsvolle Spektakel fand quasi über den Köpfen
der Flensburger statt, mehr als 3000 Zuschauer wurden gezählt. 1997
– das sportlich erfolgreichste Jahr Schon ein Jahr später wurde ein
weiterer Traum wahr, die SSV PCK 90 Schwedt ist die Nr.1 in Deutschland,
wird erstmals BUNDESLIGACHAMPION 1997. Hinzu kommen bei Deutschen
Meisterschaften in der Halle 2x Gold, 2x Silber und 2x Bronze. Bei der
Deutschen Meisterschaft im Feldbogensport, die der noch in den
Kinderschuhen steckende Schönower Sportverein organisierte und dabei auf
eine tatkräftige Hilfe der SSV
PCK 90 Schwedt bauen konnte, holten Schwedter Sportler unglaubliche 6
Goldmedaillen, 3x Silber und 2x Bronze, Anne Pavel gewann in ihrer
Altersklasse in der Halle und in der Freiluftsaison jeweils Gold.
Sagenhafte 17 Medaillen Schwedter Bogenschützen bei Deutschen
Meisterschaften in einem Sportjahr sind bis heute unerreicht. Das
neue Jahrtausend
Ins neue Jahrtausend starten die
Schwedter Bogenschützen furios, in der Schwedter Turnhalle „Neue
Zeit“ trägt die SSV PCK 90 Schwedt
die Landesmeisterschaft-Halle des BBSV und dann noch sogar erstmals
die Deutschen Hallenmeisterschaften des DBSV aus. Auf dem Podest des
Nachwuchses mit dem olympischen Recurvebogen tummeln sich bei den
Deutschen Meisterschaften zahlreiche Schützen aus der Uckermark,
Deutscher Meister in der Teamwertung wird die SSV PCK 90 Schwedt mit Anne
Pavel, Andreas Heidenescher und Christian Wolf gefolgt vom Schönower
Sportverein. Die Abteilung Bogensport der SSV PCK 90 Schwedt wird bei der
DM vom Landessportbund zum Landesstützpunkt berufen, der Schönower SV übernimmt
2003 den Staffelstab und betreute Brandenburgs Landeskader weitere vier
Jahre. Die Feuertaufe als Organisatoren eines Europacups bestehen die
Bogenschützen aus Schwedt und Schönow gemeinsam, in Templin sind 2003
mehr als 150 Schützen aus 27 Nationen zu Gast, als Schützin am Start
Anne Pavel von der SSV PCK Schwedt. Der Höhenflug der Erfolge Schwedter
Nachwuchsschützen hält in den Folgejahren an, Anne Pavel startet von
2001 - 2005 bei internationalen Turnieren, bei Europacup`s,
Europameisterschaften und Weltmeisterschaften. Beim Juniorencup in
Frankreich erreichte 2004 sie im Einzel einen 3. Platz und mit der
Nationalmannschaft den 1. Platz, beim Juniorencup in Nymburk/Tschechien
mit der Nationalmannschaft Platz 3, bei der Weltmeisterschaft in
Lillesthal/England belegte sie in der Einzelwertung den Platz 31 und mit
der Mannschaft den 3. Platz. Der Erfolg hält
bis heute an 2005 wird Frank Schmidt Deutscher
Meisterin der Feldrunde und Deutscher Meister in der Waldrunde, beides in
der Einzelwertung. Anne Pavel gewinnt Gold in der Halle des DBSV, wird
Vizemeister in der Halle des DSB , Qstdeutscher Meister in der Halle,
Deutscher Jugendmeister im DBSV und schließlich auch Deutsche Meisterin
bei den Damen im Freien. 2006 setzt Anne Pavel ihre Erfolgsgeschichte fort
wird zweifache Deutsche Meisterin, Erika
Rakel Deutsche Meisterin der Feldrunde,
Champion der Altersklassen in Finsterwalde und Vizemeisterin in der
Waldrunde. Ihre Schwester Sylvia Paeschke wird Deutsche Vizemeisterin der
Halle und Vizemeisterin in der Altersklasse. Andreas Gdanitz komplettiert
mit dem 3. Platz in der Feldrunde das Sportjahr 2006. Eines der
erfolgreichsten Jahre verzeichnete Anne, sie lernte nach erfolgreichem
Abitur mittlerweile in Frankfurt/Oder, 2007. Bei den Damen Recurve
startend holte Anne Gold bei der DM-Freiluft DBSV in Schwedt, wurde Erste
bei der DM-Halle DBSV in Döbeln, gewann Bronze bei der DM-Halle DSB in Mühlheim
und wurde Vize bei der DM-Freiluft des DSB in München. Die
Ära nach Anne Pavel In den letzten fünf Jahren von 2007 bis heute konnte
der Schwedter Bogensport sich weiterentwickeln, auch wenn die ganz großen
Erfolge bei internationalen und nationalen Turnieren in der gewohnten
Quantität nicht mehr in den Analen erscheinen. Die Uckermark hat seit
Jahren mit einem rasanten Bevölkerungsschwund zu kämpfen, so auch
Schwedt. Schwedts Bogenschützen sind in die Jahre gekommen, der Ansturm
von neuen jungen Schützen blieb aus, auch eingedenk der Tatsache, dass
die Sportstadt Schwedt in mehr als vierzig Sportarten ihren Nachwuchs zu
rekrutieren versucht. 2008 sind aus Schönow zahlreiche Schützen zur SSV
PCK 90 Schwedt gewechselt, vor allem die optimalen Trainingsbedingungen im
Winter veranlasste die Schönower Trainer Katrin Wallura und Uwe
Neugebauer-Wallura ihren Nachwuchsschützen einen Wechsel nach Schwedt zu
empfehlen. An der Seite der Trainer in Schwedt (Reiner Köhn, Andraes
Busch und Rolf Neumann) haben sie seitdem die Möglichkeit mit den
Schwedter Schützen gemeinsam zu trainieren und für die SSV PCK 90
Schwedt an den Start zu gehen. Mittlerweile ist die Nachwuchsabteilung
wieder auf eine zweistellige Stärke gestiegen, Ausdauer und Kontinuität
zahlte sich aus. 2009
– Kenneth Schröder wird „Sportler des Jahres“ in Schwedt Seit 1991 sucht die Stadt Schwedt stets zu Jahresbeginn
ihre „Sportler des Jahres“. Bogenschützen haben es stets schwer im
Konzert der 40 Sportarten der Sportstadt Schwedt. Nach mehreren Podestplätzen
vor allem in den Neunziger Jahren und Anfang 2000 durch Anne Pavel gelang
dem 12-jährigen Kenneth Schröder im Sportjahr 2009 der große Wurf, er
wurde „Schwedter Sportler des Jahres“, sogar im Jahr als Schwedt zur
„Sportlichsten Stadt“ Brandenburg gekürt wird. Mit 1778 Stimmen
gewinnt er mit mehr als 300 Stimmen Vorsprung vor einem Kanuten, in seinem
Sog werden Erika Rakel mit 1645 Stimmen ZWEITE bei den Damen und das Ü-40
Team mit mehr als 1200 Stimmen DRITTE der Teamwertung. Bei der
„Sportlerwahl der Uckermark“ 2010
wurden Kenneth Schröder und Katrin Wallura jeweils ZWEITE, das
Feldbogenteam mit Andreas Gdanitz, Florian Luther und Katrin Wallura
DRITTE. 50
Jahre Bogensport in Schwedt – Auftakt 2011 – Wahl der
Abteilungsleitung Am 1.Juni, begeht die SSV PCK 90 Schwedt mit seiner
Abteilung Bogensport das stolze 50-jährige Jubiläum. Zum Auftakt des
Jubiläumsjahres fand im Januar 2011 die Mitgliederversammlung der
Schwedter Bogenschützen statt. Es wurde Bilanz über die Sportjahre 2009
und 2010 gezogen und der neue Vorstand gewählt. „Bei Deutschen
Meisterschaften wurden drei Gold, drei Silber und zwei Bronzemedaillen
geholt, hinzu kommen 34 nationale Titel in Brandenburg“, eine
eindrucksvolle Bilanz auf die Abteilungsleiter Rolf Neumann im
Berichtszeitraum 2009-2010 stolz zurückblickte. Von 1961 bis 2011 haben
Schwedter Bogenschützen in 50 Jahren mehr als 200 Medaillen bei Deutschen
Meisterschaften geholt. Garniert wurden diese Spitzenleistungen mit neuen
deutschen Rekorden durch Kenneth Schröder (Recurve U-14) und Marco Feine
(Primitivbogen-Herren). Die Übungsleiter leisteten auch in den letzten
zwei Jahren eine solide Arbeit, der Vorstand bedankte sich bei Christine
Heidenescher, Andreas Busch und Reiner Köhn dafür. Das Training im
Winter 2009 fand noch unter sehr schlechten Bedingungen in der baufälligen
Baracke statt. Im Frühjahr 2009 musste dann die Baracke geräumt werden
und alle Schützen hofften auf eine Neuerrichtung des Gebäudes. Als es
sich aber heraus stellte, dass die geplante Baumaßnahme entfällt,
begannen die Bogenschützen mit dem Umbau des Flachbaues, dass einst als
Schulgebäude genutzt wurde. Dank des Einsatzes aller Mitglieder ist es
gelungen, eine Sportstätte zu schaffen, die es ermöglicht
jederzeit ein qualitativ hohes Training abzusichern und eine neue Perle in
der Landschaft Schwedter Sportstätten darstellt. 2010 fanden die
Landesmeisterschaften im Freien in Schwedt statt. Trotz Fußball-WM ist es
den Schwedtern gelungen, für alle Schützen einen reibungslosen Wettkampf
zu bieten, einschließlich der Fernsehübertragung des Spieles der
Nationalmannschaft gegen Argentinien. Die Landesmeisterschaft war auch
eine Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen,
die die SSV PCK 90 Schwedt im Jubiläumsjahr am 13.08. und 14.08.2011
ausrichten wird. Es wurde vom Vorstand eingeschätzt, dass die Außendarstellung
der Bogenschützen bei Veranstaltungen und in Schulen noch nicht
ausreichend ist. Der Nachwuchs kommt selten von alleine, die Teilnahme an
einer Veranstaltung der Grundschule Bertolt Brecht (Sponsorenlauf) zeigte
aber auf, dass Kinder und Jugendliche das Bogenschießen ausprobieren
wollen, um sich für diese Sportart zu entscheiden. Nach dieser
Veranstaltung konnten von der Abteilung Bogensport vier neue Mitglieder
aufgenommen, der Mitgliederbestand damit sogar gesteigert werden. Das jüngste
Mitglied ist derzeit 7 Jahre alt, der älteste aktive Schütze ist Gustav
Marquardt mit 69 Jahren. Bei der abschließenden Wahl wurde der neue
Vorstand gewählt, der unter der Leitung von Rolf Neumann, mit Andreas
Gdanitz (Stellvertreter), Frank Bismar (Organisation), Andreas Busch
(Finanzen), Marco Feine (Platzwart), Reiner Köhn (Jugendwart) und
Sylvia Paeschke (Sportwart) besetzt ist. Das Jubiläumsjahr – erste sportliche Erfolge
Eine mit mehr als 290 Bildern gespickte Bildergalerie kann man HIER ansehen, runterladen und ausdrucken. Uwe Neugebauer-Wallura, 04.04.2011 |
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